Arabische Süßspeise Halawet el Jibn

Heute wird es süß! Richtig süß! Denn es gibt ein leckeres arabisches Rezept, was ich letzte Woche ausprobiert habe. Halawet el Jibn sind süße Mozarella-Röllchen die mit einer Creme gefüllt werden. Ich fand die Mischung total interessant und konnte mir nicht vorstellen, wie Mozarella in süß schmeckt! Da Halawet el Jibn aber bei den Syrern sehr beliebt ist, wollte ich das doch gerne mal ausprobieren.Und lasst euch gesagt sein: KÖSTLICH!

Eine kleine Kalorienbombe, definitiv. Aber bei Festen mit vielen Menschen auf jeden Fall gut vorzubereiten und perfekt!
Ein Rezept habe ich auf dem Blog der lieben Huda gefunden, und war sehr dankbar, dass es direkt geklappt hat.  Es ist auch garnicht soooo schwer. Als Maßeinheit dienen Gläser. Ich habe hier ein 200 ml Glas verwende.

Ihr braucht (für ca. 30 Röllchen) für den Grieß-Teig:
1 Glas Zucker
2 Gläser Wasser
1 Glas Weichweizengrieß
4 Kugeln Mozarella, in kleine Würfel geschnitten 

Für die Füllung:
250 gr Mascapone


Für den Zuckersirup (Attir):
1 Gläser Zucker
1/2 Glas Wasser
1 Spritzer Zitronensaft
1 EL Rosenwasser

Außerdem: gehackte Pistazien

Zuerst setzt ihr den Zuckersirup an. Ich habe hier einfach mal die Hälfte des Rezeptes genommen und hatte immernoch Zuckersirup übrig.
Dafür Zucker und Wasser zum Kochen bringen bis der Zucker sich aufgelöst hat. Dann noch mindestens 5 Minuten weiterkochen lassen bis alles etwas eindickt. Nun Zitronensaft und Rosenwasser untermischen und beiseite stellen.

Für den Teig Wasser und Zucker zum Kochen bringen bis der Zucker aufgelöst ist. Nun mit einem Holzlöffel nach und nach den Grieß unterrühren und nochmal kurz aufkochen lassen.
Dann bei mittlerer Hitze den Mozarella in mehreren Portionen dazugeben und rühren, bis dieser sich vollständig aufgelöst hat. Es entsteht ein räher, klebriger Grießteig.
Ich habe dann meine Arbeitsfläche mit Backpapier ausgelegt und dieses gut mit dem Zuckersirp bestrichen. Auch die Teigrolle, die ich zum ausrollen verwendet habe, habe ich mit Zuckersirup eingestrichen.
Nun gebt ihr den Teig auf die Arbeitsfläche und rollt ihn gleichmäßig aus. Ihr könnt den Teig auch nochmal mit etwas Sirup bestreichen, dann geht es einfacher. 
Der Teig sollte quadratisch ausgerollt werden. Es erinnert jetzt ein bisschen an Sushirollen. Statt Reis gibt es quasi Grießteig, und gefüllt wird dieser mit der Mascaponecreme.
Nun 1/3 der Mascaponecreme auf den Grießteig geben. Dabei ca. 3 cm Abstand zum Rand lassen, da dieser ja anschließend eingerollt wird. 
Nun Teig einrollen, so dass die Macaponecreme gut im Teig verschwindet.  Teig abschneiden und die fertige Rolle in ca. 5-6 Stücke schneiden.
Diesen Vorgang wiederholt ihr 3 mal, bis Teig und Mascapone aufgebraucht sind. Die fertigen Halawet el Jibn werden dann noch mit gehackten Pistazienkernen bestreut und mit etwas Zuckersirup serviert. 

Da ich meine Röllchen an verschiedene Syrer verteilt habe, habe ich 1 der 3 Rollen in Folie eingeschlagen und luftdicht im Kühlschrank aufbewahrt und erst nach 2 Tagen aufgeschnitten und mit Pistazienkernen bestreut.  Hat auch wunderbar geklappt. 

Ich sags euch, ein kleines Geschmackserlebnis. Ich hätte nicht gedacht, dass Käse in süß so lecker sein kann.  Leider ist das Dessert auch eine Laktosebombe, wer also wie ich laktoseintoleranz ist, der sollte ein paar Laktasetabletten griffbereit halten ;).
Natürlich hatte ich direkt ein paar Testesser. Alle 4 Syrer haben gesagt es schmeckt super. Manche fanden es zu wenig süß (aber dafür stellt ihr einfach noch den restlichen Zuckersirup dazu). Ich fand es süß genug und habe dieses Dessert sicher nicht das letzte Mal gemacht. 

Habt ihr schonmal Halawet el Jibn probiert?

Kommentare :

  1. Liebe Ina,

    das ist ja mal crazy, davon hab ich im Leben noch nicht gehört. Klingt wirklich super sweet und ich bin schon am Überlegen, ob man das Rezept auch vegan hinbekommen könnte.

    Liebst,
    Ulrike

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    1. Hab es übrigens veg gemacht.
      Ist es dir auch gelungen? 😊

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  2. Wuhhh, das hört sich sehr spannend an! Süß ist eigentlich immer wieder gut, wobei ich es zu süß auch nicht mag. Aber dennoch bin ich jetzt sehr angetan... . ♥

    Liebst Elisabeth-Amalie von Im Blick zurück entstehen die Dinge

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  3. Hey Ina,

    die sehen ja lecker aus! Danke dir fürs Rezept. Das werde ich mir direkt notieren! #nomnom


    Ganz lieben Gruß
    Steffi

    www.angeltearz-liest.de

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  4. Hui. Das klingt ja spannend! Mozzarella in süß kann ich mir so überhaupt nicht vorstellen :)

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  5. süßer Mozzarella kann ich mir ja kaum vorstellen :D aber arabisches Essen ist meistens irgendwie toll :) Bei Gelegenheit probier ich das vielleicht mal aus.

    Liebe Grüße
    Caro

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  6. Hallo Ina.
    Hier mein 2. Versuch eines Kommentares. Wo mein eben geschriebener ist, weiß ich nicht.

    Ich hab diese Süßspeise das erste Mal vor Kurzem bei unserem Eltern-Kind-Nachmittag von einer syrischen Mama gegessen und war begeister. Daher hab ich mich sehr über das Rezept hier gefreut.
    Ich wusste von Mascarpone als Füllung, allerdings nichts vom Mozzarella im Teig. Aber das merkt man geschmacklich überhaupt nicht. Hab aus dem Topf genascht. Schmeckt nach Grießbrei, ist eben nur zäher.
    Die Zunereitung hat super geklappt (das Rühren des Teiges ist etwas mühselig). Gibt aber Muckis💪.
    In den Sirup hab ich Orangenblütenwasser gemacht. Das mag ich lieber. Aber dezent. Hab die 1 1/2 fache Menge für den Sirup genommen. Hab aber noch Reserve für Leute, die es noch süßer mögen.

    Der Tipp mit dem Ausrollen auf Backpapier und einstreichen mit Sirup (auch die Rolle), hat super geklappt! Danke dafür.

    Allerdings hat es mit der Füllung erst nicht so ganz geklappt.
    Du schreibst, 2/3 des Mascarpone aufstreichen, rollen und 3 x wiederholen....🤔hmmm. Da stimmt doch was nicht. Allerdings hab ich es natürlich bei der 1. Rolle erstmal genauso gemacht😅. Die ist halt jetzt sehr "wuchtig" und es ist einfach zu viel Füllung drin.
    Ich behaupte jetzt mal, man muss den Mascarpone vierteln, damit man 4 gefüllte Rollen hat. Meine letzte ist nämlich ungefüllt. Finde ich allerdings nicht schlimm. Schmeckt sicher trotzdem gut.
    Streichen war schwierig, hab es mitden Fingern drauf verteilt. Das hat super geklappt. Man braucht einfach einen dünnen Streifen Mascarpone und sollte darauf achten, dass man den abgeschnittenen Rand gut zudrückt. Sonst quillt zu viel raus (also die lange Seite, wo der Teig abgeschnitten wird.

    UND GAAAANZ WICHTIG ZU ERWÄHNEN finde ich, daß der Teig erkaltet sein sollte, bevor man die Mascarpone drauf verteilt. Besonders die 1. quoll (floss beinahe schon) sehr stark an den Seiten raus, als ich die Stücke schnitt. Ich konnte die Rollen vorher leider nicht mehr umschichten, um sie in den Kühlschrank zu legen.

    Sie sehen eben nicht ganz so schön aus, versuche, später nochmal ein Foto hochzuladen. Aber ich find, für den 1. Versuch ging es ganz gut.

    Werde auf jeden Fall noch einen 2. irgendwann starten und dann sorgfältiger rangehen. Und auch nur ganz dezent füllen. Das hatte die syrische Mama nämlich auch gemacht.

    Man muss einfach ein wenig ausprobieren.

    Aber meiner Meinung nach lohnt es sich. Und ich bin gespannt, wie meine kleinen Stückchen morgen beim Picknick mit meinen Freundinnen ankommen werden. Da gibt es die verschiedensten Nationalitäten.

    Danke für das tolle Rezept und allen anderen viel Spaß beim (Aus)probieren. 😉

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